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Blumen, die kopfüber von der Decke wachsen als Logo - weil es bei Elternschaft und Mutterschaft mal drunter und drüber geht.

Drunter und Drüber Schon beim bloßen Gedanken daran, fängt das Drunter und Drüber manchmal schon an. Mutter werden, wann ist der beste Zeitpunkt? “Warte nicht zu lang!”, schreien Gesellschaft und Vernunft. Bist du dafür aber wirklich schon bereit? Habt ihr sie genug ausgelebt eure Zweisamkeit? Bist du jobmäßig und finanziell ausreichend abgesichert und dass du eine stabile Bleibe hast, hast du dich vergewissert? Wer sagt eigentlich, dass es sicher funktioniert? Du hast es vorher ja noch nie so richtig ausprobiert... Selbstverständlich ist das alles ja nun wirklich nicht, nur weil kaum jemand über Schwierigkeiten spricht und die meisten ganz ohne nachzudenken meinen, es wär so einfach ein Leben zu schenken. Und du fragst dich: hast du es tatsächlich immer selbst in der Hand? Oder wirst du manchmal auch einfach vom Leben übermannt? Es geht drunter und drüber während der Schwangerschaft. Mal so unwirklich und beängstigend, dann so unfassbar zauberhaft. Übelkeit und andere Beschwerden plagen dich - deine Hormone spielen verrückt, kannst dieses Wunder in dir nicht fassen - bist von den Kindsbewegungen entzückt. Mit der Vorfreude wächst auch der schwangere Bauch, vielleicht wird alles mühsamer und hin und wieder sorgst du dich auch. Hast Angst vor der Geburt und der riesigen Veränderung in deinem Leben. Was, wenn du es nicht hinkriegst, immer alles zu geben? Was, wenn du dich nicht ausschließlich darüber freuen kannst? Weil eigentlich ist es das, was andere und vor allem du von dir verlangst. Und am anderen Tag bist du so glücklich und kannst es kaum erwarten, endlich in dieses aufregende Abenteuer mit Baby zu starten. Lebst dein Leben von nun an nicht mehr nur für dich, sondern denkst in erster Linie ans Kind – ganz selbstverständlich. Weil diese Sorge, dass ihm etwas fehlen könnte ist von Anfang an da, ein Wechselbad der Gefühle durchläufst du schon als werdende Mama. Es geht drunter und drüber während der Geburt. Die wohl härteste Grenzüberschreitung: fast schon absurd wie das wohl allergrößte Wunder der Welt sich zu so viel Leiden und Schmerz gesellt. Du hast dich darauf vorbereitet, hattest eine klare Idee, die abgeleitet ist vom einen oder anderen Klischee. In Realität ist es manchmal vielleicht doch ganz anders, unerbittlich und irgendwie gar nicht so magisch besonders, wie Film, Social Media und der Mainstream es gerne mal darstellen. Die Natur kann erbarmungslos überwältigend sein in manchen Fällen. Der natürliche Weg ist somit nicht immer der einfachste, und wenn man ihn sich immer wünscht, so ist es doch das Wichtigste, dass am Ende Mutter und Kind gesund ans Ziel kommen - die eine oder andere Intervention wird dafür gerne angenommen. Egal wie du geboren hast, das Bedeutendste von diesem Meilenstein ist letztlich dass du geboren hast: du kannst stolz auf dich sein!! Es geht drunter und drüber während dem Wochenbett. Das Bewusstsein um seine fragile Beschaffenheit fehlt meistens komplett. Während die Brüste schmerzen und die Hormone Achterbahn fahren erwarten alle von dir, als frischgebackene Mami überglücklich zu strahlen. Vielleicht fühlst du es auch, dieses vor Liebe beinahe platzende Herz vielleicht ist es auch vorerst überschattet von Sorgen oder Schmerz? Weil vieles möglicherweise nicht so klappt, wie du es dir vorgestellt hast. Weil dir klar wird, dass er für immer bleibt, dieser ultrasüße niedliche Gast. Weil du erschöpft bist und dir erholsamer Schlaf absolut fehlt, weil es sich für dich so anders anfühlt, als jeder immer erzählt. Du glaubst, du seiest mit diesen typischen Problemen und dem Gefühlschaos ganz allein und denkst: was ist bloß los mit mir, eigentlich sollte ich doch ausschließlich glücklich sein? Hoffentlich dürfen es alle Eltern erleben, dieses von Liebe überströmte Schwärmen, weil das Baby endlich da ist und man es nicht erwarten kann, es kennenzulernen. Gib dir Zeit, weil auch du musst dich wieder neu mit dir vertraut machen als Mami, als Papi, als Eltern, sich als eigene Familie eine neue Welt erschaffen. Es geht drunter und drüber während unserer Elternschaft. Wie groß die Veränderung sein wird, hättest du vorher vielleicht nicht gedacht. Weil man es sich einfach niemals so richtig vorstellen kann... Erst wenn man mittendrin ist und es lebt, versteht man es dann. Wie es sich anfühlt, jemanden mehr zu lieben als alles andere auf der Welt. Wie man ohne zu zögern, eigene Bedürfnisse selbstverständlich zurückstellt. Dass zwischen all den neuen Aufgaben nur ganz wenig Zeit für dich selbst oder für euch als Paar eigentlich übrigbleibt. Dass es auch mal bedeutet, auf bestimmte Dinge zu verzichten, weil du es musst: Prioritäten setzen und diese nochmals neu gewichten. Wie es ist, immer von dieser dumpfen Sorge um dein Kind begleitet zu sein, es eigentlich nicht richtig loslassen wollen und sich dennoch sehnen nach Zeit allein. Wie erdrückend sich diese enorme Verantwortung anfühlen kann, und wie herzzerreißend der Gedanke nicht mehr gebraucht zu werden – irgendwann. Dass es so unglaublich schwer sein kann, alles richtig zu machen. Wie wunschlos glücklich es dich macht, dieses vom Herzen kommende Kinderlachen. Und während du manchmal das Gefühl hast, dass die Zeit stillsteht und sich die Welt ohne dich weiterdreht. Versuchst du verzweifelt jeden einzelnen so kostbaren Moment einzufangen, weil dir alles viel zu schnell vergeht. Weißt du was? Es ist so normal, dass es hin und wieder drunter und drüber geht beim einen mehr, beim anderen weniger – weil jeder es auf seine eigene Weise erlebt. Weil wir Menschen sind, mit individuellen Gefühlen und einer persönlichen Vergangenheit. Wir kennen sie alle: diese Achterbahnfahrten zwischen Verzweiflung und höchster Glückseligkeit. Weil Eltern werden und Eltern sein die größte Liebe mit sich bringen während sie uns manchmal mit all ihren Herausforderung in die Knie zwingen. Beides gehört dazu, denn selbst der allerschönste Sonnenschein wirft Schatten - es kann eigentlich gar nicht anders sein. Warum fällt es also manchmal so schwer, ganz offen darüber zu reden? Wenn wir für dieses zarte Leben doch ohnehin schon mehr als alles geben. Denn auch wenn man es in all dem Funktionieren und gesellschaftlicher Norm gerne mal ein bisschen vergisst, bleibt es eine Tatsache, dass Eltern werden, Eltern sein in Wahrheit ein privates riesengroßes Weltereignis ist!

Hallo! Schön, dass du da bist! 

Ich bin ein Ort, der einlädt zum Stöbern und neugierigen Entdecken. 

Ich bin ein Ort, wo ehrliche Gedanken liegen und wo sich das Leben mit seinen Sonnenseiten und die dabei entstehenden Schatten zeigt. Echt. Realistisch. 

Ich bin ein Ort, der so manches Geheimnis einer einzelnen Mami hütet und vielleicht sogar Wahrheiten, die viele Mama- bzw. Elternherzen in sich tragen.  

Ich bin ein Ort, mit dem du dich möglicherweise verbunden und an dem du dich verstanden fühlst.   

...und vielleicht merkst du, während du mich erkundest, dass du dich hier gar nicht so fremd fühlst, weil dir ganz Vieles so bekannt vorkommt.  

Ich freue mich über deinen Besuch!

PS: Und wer weiß? Vielleicht werde ich irgendwann ein Ort sein, der von Dingen erzählt, die so normal und alltäglich sind, dass es nicht mehr nötig ist, sie extra zu benennen. Dass es keinen Sinn mehr macht, von ihnen zu erzählen, weil es ja eh jeder ohnehin schon lebt. Ganz selbstverständlich. Unspektakulär.

Ja... - spätestens dann habe ich meinen Zweck erfüllt.  

Gedankenkarussell

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